Blog der Kurtz Detektei Luxemburg und Trier


Der Privatdetektiv in der Literatur – Teil 7 | Conan Doyle und Sherlock Holmes: Das Vermächtnis


Eine endlose Reihe von Fortführungen und Adaptionen


Ein Schriftsteller, dessen Name fast neunzig Jahre nach seinem Tod immer noch bekannt ist und dessen Werke nach wie vor gelesen werden, hat höchstwahrscheinlich mehr erreicht, als er sich je hätte träumen lassen. Und noch weit übertroffen werden, dürften solche vage erscheinenden Hoffnungen, wenn das literarische Vermächtnis eine Inspiration darstellt für Tausende von neuen Geschichten und Adaptionen in Romanen, Theaterstücken, Hörspielen, Filmen, Fernsehserien, Computerspielen und, und, und. So stellt sich der Fall des schottischen Schriftstellers Arthur Conan Doyle dar: Jedes nur denkbare Medium hat seit seinem Tod im Jahr 1930 unzählige Geschichten mit Sherlock Holmes und Dr. Watson als Hauptfiguren oder zumindest Inspirationsquellen hervorgebracht. Unsere Detektei aus Trier wirft nachfolgend einen Blick auf das multimediale Vermächtnis der kanonischen Sherlock Holmes-Geschichten.


Biographische Lücken als Einladung zu Fortsetzungen


Die nächstliegende Möglichkeit, Sherlock Holmes auch nach dem Tod seines Erfinders wieder „aufleben“ zu lassen, hinterlässt Doyle selbst. Seine Sammlung aus 56 Kurzgeschichten und 4 Romanen deckt die fiktive Biographie von Sherlock Holmes nur sehr unvollständig ab: Über die Jugend des Meisterdetektivs ist so gut wie nichts bekannt, auch die Zeit vor dem ersten Zusammentreffen mit Watson bleibt größtenteils unbeleuchtet (Der Film Young Sherlock Holmes von 1985 lässt Holmes und Watson bereits 1870 als Teenager für ein erstes Abenteuer zusammentreffen). Wie schon in den vorangegangenen Teilen unserer Serie "Der Privatdetektiv in der Literatur" erwähnt, werden die Fälle darüber hinaus in keiner chronologischen Reihenfolge erzählt und bauen auch nicht aufeinander auf; teilweise erwähnt Doyles fiktiver Erzähler Watson sogar vergangene Fälle, die nie als Geschichte veröffentlicht wurden, und liefert Fortschreibern somit beste Ansatzpunkte. Des Weiteren ist nach dem scheinbaren Tod von Holmes an den Reichenbachfällen explizit von einer dreijährigen Lücke die Rede, in der Sherlock Holmes im Exil ist, auf die in den kanonischen Geschichten aber nicht mehr näher eingegangen wird. Diese Lücken und „verlorenen Fälle“ wurden und werden immer wieder sehr kreativ genutzt und mal mehr, mal weniger getreu der Originalvorlage in Buch- und Filmform umgesetzt. 

 

Auch bringt Doyle die Geschichte seiner größten Schöpfung – zum Glück! – zu keinem abschließenden Ende: Als im März 1927 mit Shoscombe Old Place die letzte der von Doyle selbst verfassten Holmes-Geschichten erscheint, endet sie wie üblich mit dem gelösten Fall, nimmt aber keinen Verweis darauf, wie es mit unserem Helden weitergeht – eine Steilvorlage für jeden, der die Geschichte des Meisterdetektivs weitererzählen möchte. Eine charmante Darstellung der letzten Jahre unseres Helden kam 2015 in die Kinos: Im Film Mr. Holmes spielt Ian McKellen einen 93‑jährigen, leicht dementen Sherlock Holmes, der sich im Jahr 1947 an seinen letzten Fall zu erinnern versucht.


Sherlock Holmes im Kino


Viel Raum also, um die Geschichte des größten aller Detektive weiterzuspinnen. Das Problem ist nach Doyles Tod nur, dass es in Großbritannien bereits seit langem ein umfassendes und strenges Urheberrecht gibt, demgemäß das literarische Werk Doyles und damit der Urheberrechtsschutz an all seinen Figuren und ihren Namen für fünfzig Jahre nach seinem Tod in der Hand von Doyles Erben verbleibt. Das tut der Kreativität der Autoren und Filmemacher indes keinen Abbruch: Das Kino der 1930er Jahre erlebt einen Boom an Schauer und Mystery, die meisten unserer Vorstellungen, die wir von Dracula, Frankensteins Monster und anderen Horrorgestalten haben, gehen auf diese Epoche zurück.

 

Und wo das Mysteriöse wartet, ist auch unser Meisterdetektiv nicht weit. Schon früh nach der Erfindung des Films war Sherlock Holmes immer wieder Hauptfigur diverser Streifen geworden, 1939 folgt eine ikonische Darstellung auf der großen Leinwand: Mit Der Hund der Baskervilles (The Hound of the Baskervilles) feiert nicht nur einer seiner populärsten Fälle Premiere, sondern setzt auch den Auftakt für eine ganze Reihe an Big-Budget-Abenteuern mit dem Detektiv als Hauptfigur. Die Serie, die Basil Rathbone in der Rolle des Sherlock Holmes unsterblich macht, bekommt in kürzester Zeit eine Fortsetzung nach der anderen; bis 1946 entstehen insgesamt 14 abendfüllende Spielfilme. Die Reihe bleibt lange Zeit die bekannteste und stellt mit seinem Hauptdarsteller den für viele bis heute perfekten Film-Holmes. Auch Patrick Kurtz, der Inhaber unserer Wirtschaftsdetektei in Trier, beschäftigte sich für den Online-Streaming-Dienst maxdome mit dieser Adaption: https://www.maxdome.de/maxperten/patrick-kurtz-127895.html. Im Laufe der Jahre entstehen zahlreiche weitere Verfilmungen um den Londoner Detektiv, selbst deutsche, bis hin zu Komödien und Parodien, Letztere vor allem in den 1970er Jahren.


Rathbone und Bruce; Privatdetektiv Trier, Detektei Luxemburg, Wirtschaftsdetektei Trier
Basil Rathbones Darstellung des Sherlock Holmes in Kombination mit der trotteligen Interpretation Watsons durch Nigel Bruce gilt vielen Fans als Prototyp der filmischen Holmes-Umsetzungen.

Stichtag: Ende des Copyrights im Jahr 1981


Mit dem Ablauf der 50-jährigen Frist nach Doyles Tod steht es seit 1981 nunmehr jedem frei, Geschichten mit und um Sherlock Holmes zu schreiben, aufzuführen, ins Kino oder ins Fernsehen zu bringen. Eine Möglichkeit, von der – gelinde gesagt – umfassend Gebrauch gemacht wird. Selbst alle Detektive unserer Detektei für Luxemburg zusammengenommen dürften nicht alles kennen, was in den vergangenen neunzig Jahren über Sherlock Holmes geschrieben und verfilmt wurde. Jedoch möchten wir über den Abschluss unserer Reihe zum Thema Arthur Conan Doyle hinaus einen kleinen Überblick darüber geben, was heraussticht und unserer Meinung nach sehenswert ist. Daher wird unsere neue Reihe „Sherlock Holmes im Film“ zwar keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben wollen, aber doch zumindest ein klein wenig Ordnung in die unerschöpflichen Welten der Sherlock Holmes-Adaptationen bringen, die seit Doyles Tod auf die Leinwand oder den Bildschirm gebracht wurden.

 

Wie drückte es Gilbert Keith Chesterton (1874-1937), englischer Schriftsteller und Schöpfer von „Father Brown“, einst aus:

 

„Es hat niemals bessere Detektivgeschichten gegeben als die alte Sherlock-Holmes-Reihe; und obgleich der Name des großen Zauberers auf der ganzen Welt bekannt geworden ist und obgleich es sich wohl um die einzige volkstümliche Legende der modernen Welt handelt, so glaube ich nicht, dass man Sir Arthur Conan Doyle genug gedankt hat.“

 

Dem kann sich die Kurtz Privatdetektei Luxemburg und Trier nur anschließen. Wir hoffen, mit unserer Reihe über Arthur Conan Doyle zumindest einen kleinen Beitrag zur Vermächtnispflege des Schriftstellers beigetragen zu haben und sagen in Chestertons Sinne: „Danke, Sir Arthur!“


Verfasser: Gerrit Koehler

 

Kurtz Detektei Trier und Luxemburg

Güterstraße 55a

D-54295 Trier

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Über den Detektiv-Roman: Krimis aus Katalonien


In diesem Beitrag untersucht die Kurtz Detektei Trier und Luxemburg den Detektiv- bzw. Kriminalroman und seine Geschichte in Katalonien, Spanien. Die autonome Gemeinschaft Catalunya (deutsch Katalonien) mit ihrer Hauptstadt Barcelona (siehe Detektive in Barcelona*) gilt als traditionsbewusst, kulturell ertragreich und mit der Costa Brava und den zu Katalonien gezählten Balearischen Inseln das Touristenziel schlechthin. Zudem ist sie die wirtschaftlich bedeutendste Region Spaniens, weit weniger kriminell als der spanische Süden und dennoch Standort für viele Detektive (gerade in Barcelona).


Aufstieg des Detektiv-Romans – auf Englisch und Französisch


Der Kriminalroman, wie wir ihn heute kennen – von Agatha Christie und Ross Macdonald über Simenon und Chester Himes bis zu Giorgio Scerbanenco und Manuel Vázquez Montalbán –, ist das Produkt einer Genreevolution, die mit der Industrialisierung in Frankreich nach der Französischen Revolution und im viktorianischen England begann. Zwar hatte es zuvor bereits prominente Vertreter gegeben, die über Ermittler schrieben, deren Ähnlichkeit mit der Arbeit unserer heutigen Detektive in Luxemburg und Trier gar nicht so gering ist (bspw. Dupin bei Edgar Allan Poe). Doch die echte Etablierung des Genres erfolgte erst mit Sherlock Holmes und im Anschluss an den Ersten Weltkrieg in den USA mit zahlreichen bis heute berühmten Detektiven. Zu nennen wäre beispielhaft Dashiel Hammett – ein Autor, der Kriminalerzählungen populär machte, die institutionalisierte Gewalt und die industrielle Gesellschaft thematisierten und kritisierten. In den Vereinigten Staaten entwickelte sich der Detektiv-Roman so zu einer höchst beliebten Gattung.


Dementsprechend war der Großteil der Kriminalliteratur bis weit in das 20. Jahrhundert hinein nur in zwei Sprachen verfasst: Englisch und Französisch (übrigens ist die Seite der Kurtz Detektei Luxemburg und Trier auch auf Französisch abrufbar). Die meisten minorisierten Sprachen erlebten aufgrund der fehlenden Industrialisierung ihrer Verlagsproduktion deutliche Schwierigkeiten, im Detektiv-Genre Fuß zu fassen. Im Katalanischen vergrößerten sich diese Probleme zusätzlich noch dadurch, dass Bestseller normalerweise nur auf Spanisch veröffentlicht wurden und katalanische Werke lange verboten waren. 


Der katalanische Detektiv-Roman etabliert sich


Der tatsächliche Startschuss für den katalanischen Detektiv-Roman, wie ihn unsere Privatdetektive aus Trier an dieser Stelle untersuchen wollen, wurde in der frankistischen Nachkriegszeit abgegeben und ist Rafael Tasis (1906-1966) zu verdanken, der in drei Werken einen Kult um Kommissar Vilagut und den Journalisten Caldes schuf. Außerdem sorgte er für einige der besten Übersetzungen auf diesem Gebiet.


Ihm folgte mit Manuel de Pedrolo (1918-1990) ein weiterer wichtiger Kriminalschriftsteller. Er gilt als avantgardistischer Literat, Liebhaber von Kriminalliteratur und glühender Verfechter der Normalisierung der Lektüre auf Katalanisch, die nicht zuletzt unter Franco und seiner Hispanisierung unter einem schlechten Stern stand. Im Feld  der Detektivromane veröffentlichte er L’inspector arriba tard (1960, "Der Inspektor kommt zu spät"), Joc Brut (1965, "Brutales Spiel") und Mossegar-se la cua (1968, "Im Kreis drehen"). Zudem übersetzte er zahlreiche Bücher ins Katalanische. Pedrolo spielte außerdem eine wichtige Rolle als Impulsgeber im katalanischen Literaturgeschäft; so veröffentlichte er in seiner Sammlung La Cua de Palla (1963-70, "Der Strohhalm") erstmals sämtliche bis dahin erschienenen Klassiker der Kriminalliteratur auf Katalanisch, die meisten stammten im Original aus dem Englischen und waren vielfach Vorbild für die Tätigkeit unserer Detektive in Luxemburg*, aber auch Werke von Simenon und von Pedrolo selbst zählten zur Sammlung.


Sagrada Familia mit Baukränen bei Nacht; Kurtz Detektei Trier, Detektiv Trier, Privatdetektiv Luxemburg
Die Sagrada Familia in Barcelona gehört zu den berühmtesten Bauwerken Europas und verkörpert neben vielem anderen die kulturelle Vielfalt der Region Katalonien, in der auch die Detektive der Kurtz Detektei Luxemburg und Trier bereits tätig waren.

Neue Impulse nach Francos Tod | Ofèlia Dracs


Im neuen soziokulturellen Kontext der 70er Jahre nach dem Tod Francos griff Jaume Fuster (1945-1998) erneut auf die katalanische Sprache bei der Publikation von Detektiv-Romanen zurück. In den 80ern erschienen dann endlich aufgrund der neuen Möglichkeiten im Land mehr Romane denn je rund um das Thema Detektive in Barcelona, Katalonien oder auch andernorts, sei es übersetzt aus anderen Sprachen oder direkt auf Katalanisch verfasst. Zu Jaume Fuster und seinem Literaten-Kollektiv Ofèlia Dracs stießen alle bedeutenden katalanischen Autoren jener Zeit hinzu, auch aus anderen Genres, darunter Josep Maria Palau, Maria Antònia Oliver, Antoni Serra, Margarida Aritzena, Isabel-Clara Simó und andere. Zu diesem Kollektiv gehörten aber natürlich ebenso Schriftsteller, die sich einzig der Kriminalliteratur verschrieben hatten, so wie Ferran Torrent, Andreu Martin, Albert Draper und Magi Rosselló.


Die Gruppe zeichnete außerdem dafür Verantwortung, dass Übersetzungen beliebter Klassiker wie Edgar Allan Poe, Arthur Conan Doyle mit seinem Sherlock Holmes, Agatha Christie, Simenon und vieler weiterer ins Katalanische erfolgten und veröffentlicht wurden. Darüber hinaus inspirierten natürlich all diese neuen Übersetzungen nicht nur unsere Detektive in Trier, sondern vor allem weitere Detektiv- und Kriminalromane, die sich unter anderem auch in der erweiterten Ausgabe von La Nova Cua de Palla ("Der neue Strohhalm") wiederfinden. 


Verfasserin: Maya Grünschloß

 

Kurtz Detektei Trier und Luxemburg

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Über schreibende Detektive: Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Trier und Luxemburg, im "Langen Interview" – Teil 5


Für das Format "M19 – das lange Interview" des Radiosenders Mephisto 97.6 unterhielt sich Patrick Kurtz, Inhaber der Kurtz Detektei Trier und Luxemburg, eine Stunde lang mit Chefredakteurin Paula Drope über den Detektivberuf. Im nachfolgenden fünften Teil geht es um schreibende Detektive. Den dritten Teil über die Vorbilder unserer Privatdetektive in Luxemburg und Trier finden Sie hier.


Filmreifes Detektivbüro?


Paula Drope: "Sie haben uns Ihr Büro ja schon beschrieben und wir haben uns einmal dort umgesehen. Wenn man sich da so umschaut und sich vor allem auch Ihre Homepage anguckt, dann bekommt man das Gefühl, dass Sie einen Kriminalroman à la Sherlock Holmes oder Philip Marlowe darstellen wollen. Sie wollen die Leute schon eintauchen lassen, oder? Warum schaffen Sie sich diese Atmosphäre?"

 

Patrick Kurtz: "Es ist nicht meine bewusste Absicht, die Leute in eine solche Atmosphäre eintauchen zu lassen, denn im Vordergrund steht der jeweilige objektive Sachverhalt. Doch wenn dem so ist, kommt das, glaube ich, einfach daher, dass ich das selbst so sehr mag, dass ich selbst so tief dort drin bin, weil es auch ein Stück weit ich selbst bin. Das wird entsprechend widergespiegelt: im Büro, im Internetauftritt etc."

 

Paula Drope: "Bevor wir weiter über Sherlock Holmes sprechen – und da sprechen wir noch drüber, denn wir sind noch nicht ganz fertig –, kommen wir noch zu unserer Schnellschussfragerunde. Das machen wir hier öfter bei M19. Ich stelle Ihnen eine kurze Frage und Sie antworten kurz und knackig. Bereit?"

 

Patrick Kurtz: "Ja, ich hoffe."


Es wird persönlich: die "Schnellschussfragerunde"


Paula Drope: "Ihr Berufswunsch in der Kindheit?"

 

Patrick Kurtz: "Schriftsteller."

 

Paula Drope: "Was für ein Schriftsteller?"

 

Patrick Kurtz: "Damals Fantasy, glaube ich."

 

Paula Drope: "Lieblingsfach in der Schule?"

 

Patrick Kurtz: "Puhh, eine Zeitlang Französisch, manchmal auch Deutsch."

 

Paula Drope: "Agatha Christie oder Dan Brown?"

 

Patrick Kurtz: "Hmmm, beide ... eher Agatha Christie."

 

Paula Drope: "Warum?"

 

Patrick Kurtz: "Weil mir Dan Brown in letzter Zeit ein bisschen arg reißerisch schreibt. Also, das tat er schon immer, aber es nimmt zuletzt ein bisschen überhand."

 

Paula Drope: "Für welchen Film würden Sie zu Hause bleiben?"

 

Patrick Kurtz: "Für viele, The Dark Knight fällt mir spontan als erstes ein, aber ich bin da weder titel- noch genrebeschränkt."

 

Paula Drope: "Krimis als Buch, Film oder als Hörspiel?"

 

Patrick Kurtz: "Als Buch am ehesten."

 

Paula Drope: "Trinken Sie zu einem guten Krimi lieber ein Glas Rotwein oder ein Bier?"

 

Patrick Kurtz: "Eher ein Bier, noch eher einen Whisky."

 

Paula Drope: "Das ist also ein Detektiv, ganz wie er im Buche steht – tatsächlich."


Zum Radio gehört Musik – ein Titelwunsch aus Irland


Paula Drope: "Und damit sind wir bei Ihrem nächsten und tatsächlich auch letzten Musikwunsch. Cocaine Chest Pains haben Sie sich ausgesucht von der irischen Band Kopek. Warum dieser Song?"

 

Patrick Kurtz: "Weil es auch wieder eine unbekannte Band ist, relativ unbekannt zumindest. Relativ, weil sie im letzten Jahr als Vorgruppe der Toten Hosen unterwegs waren. Ich habe die Band 2013 bei einem Konzert in einem kleinen Club in Berlin persönlich kennengelernt. Ganz sympathische Jungs und ich finde, es ist ein toller Song." 



Es folgt ein Einspieler, das Thema der BBC-Serie "Sherlock":



Von Sherlock-Holmes-Adaptionen


Paula Drope: "Mit dieser Titelmelodie der momentan beliebtesten Serie der BBC starten wir in unsere vierte und letzte Runde bei M19, dem langen Interview bei Mephisto97.6. Mein Gast Patrick Kurtz könnte auch mit dieser Musik begrüßt werden, denn er ist Privatdetektiv. Herr Kurtz, nach kurzer Auswertung der Indizien: Was für eine Titelmusik war das?"

 

Patrick Kurtz: "BBC-Sherlock, haben Sie das nicht gerade erst gesagt?"

 

Paula Drope: "Nein, ich habe nur "beliebteste BBC-Serie" gesagt, das haben Sie unterbewusst wohl direkt verknüpft. Sind Sie auch Fan?"

 

Patrick Kurtz: "Ja, ich finde die Serie hervorragend und habe alle Staffeln im Regal stehen."

 

Paula Drope: "Das ist ja ein neuer Kult, der da um die Sherlock Holmes-Figur entstanden ist. Doch bereits in den Fünfzigern entstanden einige Fernseh- und vor allem auch Kinofilme, heute gibt es nicht nur die Serie der BBC und Sherlock Holmes-Filme, sondern auch die US-Verfilmungen aus den Jahren 2009 und 2011 mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle. Daneben gibt es noch eine etwas anders interpretierte Darstellung von Sherlock Holmes in der US-Serie Elementary. Zum Beispiel wird da Dr. Watson von einer Frau dargestellt. Kennen Sie die genannten Filmadaptionen alle?"

 

Patrick Kurtz: "Ja, wobei ich von Elementary nur ein paar Folgen gesehen habe – das hat mir nicht so zugesagt, muss ich sagen. "

 

Paula Drope: "Und warum nicht?"

 

Patrick Kurtz: "Ich fand, das sah so ein bisschen aus wie eine billige deutsche TV-Produktion. Ich bin nicht warm geworden mit der Sherlock-Darstellung, ich bin nicht warm geworden mit Lucy Liu als Watson, das hat für mich einfach nicht gepasst. Hat mir leider nicht gefallen."

 

Paula Drope: "Also filmisch, so zu sagen?"

 

Patrick Kurtz: "Optisch einerseits, es wirkte auf mich aber auch ein bisschen arg simpel. Womöglich habe ich nur die falschen Folgen erwischt – das kann natürlich sein –, aber das, was ich gesehen habe, hat mich nicht angesprochen."

 

Paula Drope: "Welche der genannten Adaptionen gefällt Ihnen am besten?"

 

Patrick Kurtz: "Von den genannten eindeutig der BBC-Sherlock, weil das am kreativsten ist, weil Benedict Cumberbatch auch der mit großem Abstand überzeugendste Holmes all dieser Adaptionen ist. Weil die Atmosphäre hervorragend ist, weil die Fälle super durchkonstruiert sind, weil die Wendungen klasse sind, weil die Adaptionen des klassischen Materials, der Romane und Kurzgeschichten, hervorragend gelungen ist. Das ist meiner Meinung nach, neben der Serie mit dem brillanten Jeremy Brett aus den 80ern und frühen 90ern, die mit Abstand beste Umsetzung von Sherlock Holmes." 


Von Romanen und Detektiv-Blogs


Paula Drope: "Dann kommen wir von den Filmhelden mal zu den realen Helden. Sie sind nicht nur Privatdetektiv, sondern auch Schriftsteller. Neben einer Essaysammlung haben Sie einen Roman geschrieben: 2012 erschien Livingstones Mahnung, der 1. Band aus den Memoiren des Detective Inspector Aidan Johnstone. Also das heißt letztlich, Sie sind Schriftsteller? Kommt das von allein, dass man sich ausdrücken will, wenn man als Detektiv arbeitet?"

 

Patrick Kurtz: "Dass ich mich ausdrücken möchte, stimmt auf jeden Fall. Ich habe das aber schon als Kind gemacht: Seitdem ich schreiben kann, habe ich immer geschrieben. Mit sechs oder sieben Jahren waren das noch Weitererzählungen der Pippi Langstrumpf-Geschichten, später dann unterschiedlichste andere Texte. Im Moment habe ich leider keine Zeit, ich avisiere allerdings, 2016 wieder intensiver einzusteigen. In meiner Schublade liegt schon seit Jahren ein Manuskript, das ich bislang noch nicht überarbeiten konnte. Außerdem habe ich zig andere Projekte im Kopf, die ich gerne umsetzen möchte, für die bislang aber einfach keine Zeit war." 

 

Paula Drope: "Womit Sie sich aber auf jeden Fall identifizieren können, ist der Blog Ihrer Detektei. Da beschreiben Sie, natürlich anonymisiert, Fälle, die Ihre Detektei in ganz Deutschland aufdeckt. Wie kam Ihnen denn die Idee, Ihre Fälle in einem Blog darzustellen? Sherlock Holmes und Watson machen es in der Sherlock-Serie zum Beispiel ja auch."

 

Patrick Kurtz: "Ja, das stimmt, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie ich auf die Idee gekommen bin. Das ist jetzt auch schon ein gutes Weilchen her. Es hat sich einfach so ergeben."

 

Paula Drope: "Ist der Detektiv-Blog vielleicht das neue Detektivformat?"

 

Patrick Kurtz: "So sehr viele Leute dürfte es nicht geben, die das machen. Ich mache es einfach gerne, weil da verschiedene Dinge zusammenfließen, die mich ansprechen: dass ich gerne schreibe und dass ich Detektiv bin. So ein bisschen kann ich auf dieser Ebene beides vereinen, auch wenn das auf dem Blog natürlich deutlich sachlicher stattfinden muss als das, was ich normalerweise schreiben würde. Es ist ein schönes Format, um sich auszudrücken. Außerdem ist es gute Werbung – das darf man als Dienstleister nicht außer Acht lassen." 


schreibender Detektiv; Detektei Rheinland-Pfalz, Detektiv Trier, Privatdetektiv Luxemburg
Nicht nur Dr. Watson aus der BBC-Serie "Sherlock", gespielt von Martin Freeman, betreibt einen Detektivblog, auch unsere Detektei berichtet wöchentlich von eigenen Fällen und anderen interessanten Themen.

Abmoderation


Paula Drope: "Das sagt der Privatdetektiv und Inhaber der Detektei Kurtz, Patrick Kurtz. Damit sind wir am Ende unserer Sendung angelangt. Vielen Dank für das interessante Gespräch und vielen Dank, dass Sie da waren!"

 

Patrick Kurtz: "Gerne. Ich danke auch!"

 

Paula Drope: "Wer diese Sendung noch einmal nachhören möchte, kann das gerne auf unserer Internetseite tun: mephisto976.de. Die Redaktion für die heutige Sendung hatte Caroline Bernert, die Musik hat unserer Gast Patrick Kurtz selbst ausgesucht und in der Technik betreute uns Andreas Wolf. Damit ist Mephisto 97.6 für heute erstmal zu Ende und morgen früh um 10:00 geht es dann weiter mit unserem Vormittagsmagazin Faustschlag. Mein Name ist Paula Drope, ich bedanke mich fürs Zuhören und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend."


Kurtz Detektei Trier und Luxemburg

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Kriminalität in Trier und Luxemburg | Detektive der Detektei Kurtz sind gefragt


Im nachfolgenden Artikel möchten die Detektive der Kurtz Detektei Luxemburg und Trier die Kriminalität insbesondere unter Jugendlichen und im Bereich der illegalen Betäubungsmittel unter die detektivische Lupe nehmen.


Teils positive Kriminalitätsentwicklung in Trier


Eine Inschrift am Roten Haus des Hauptmarktes in Trier besagt: „ANTE ROMAM TREVERIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS. PERSTET ET AETERNA PACE FRUATUR“, was übersetzt heißt: „Vor Rom stand Trier tausenddreihundert Jahre. Möge es weiter bestehen und sich eines ewigen Friedens erfreuen.“ Der Wunsch nach Frieden scheint Eingang zu finden in das Trierer Leben, denn die Kriminalität in der Stadt war 2014 in mehreren Bereichen rückläufig: Beispielsweise gingen Delikte, die den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllten, um 6,4 % zurück und auch die Zahl der schweren Diebstähle verringerte sich um 4,8 %. Doch keine Sorge: Trotz dieser Zahlen gibt es weiterhin Arbeit für unsere Privatdetektive in Trier.


Gegenteilige Tendenzen in Luxemburg


Im Gegensatz zu den erfreulichen Entwicklungen in Trier sehen sich unsere Detektive in Luxemburg mit anderen Tendenzen konfrontiert, denn gerade bei Körperverletzung und Diebstahl waren 2014 auffällige Zunahmen zu beobachten – besonders in der Kombination Diebstahl unter Androhung oder Anwendung von Gewalt. Hierbei stieg die Zahl der Fälle in Luxemburg Stadt und Land von 519 in 2013 auf 566 Delikte im Jahr 2014. Fast täglich wird in Luxemburg ein Handy gestohlen ("nur" 279 Fälle im Vorjahr). Entlang den Grenzen zu Belgien und Frankreich verzeichnete man eine höhere Kriminalitätsrate als im Zentrum und Osten des Landes. Die meisten Verbrechen gab es allerdings in Luxemburg-Stadt, wo auch die Detektive der Kurtz Detektei Luxemburg und Trier die häufigsten Einsätze in unserem Nachbarland bewältigen.


Drogenkriminalität in Luxemburg | Detektive ermitteln


Auch im Bereich Drogenkriminalität stieg in Luxemburg die Zahl der Anzeigen beträchtlich, vor allem in der Kategorie „Besitz von Betäubungsmitteln“. 2.103 Personen erwischte die Polizei 2014 mit Drogen, im Vorjahr waren es noch 25 % weniger gewesen. Die Beamten ertappten außerdem 1.878 Personen beim unerlaubten Drogenkonsum (plus 25 %). Diese Entwicklungen sind beängstigend, doch man sollte dabei berücksichtigen, dass der Ausländeranteil der Straftäter im Transitland Luxemburg rund 60 % betrug. Viele Europäer befinden sich auf der Durchreise im Großherzogtum und begehen dabei Delikte. Häufig sind sie Zielpersonen unserer Privatdetektive in Luxemburg – selten allerdings wegen Drogenvergehen, sondern eher wegen Verdachtsmomenten wie Untreue, Veruntreuung, Betrug oder Auslandsflucht.


Weißes Pulver in Form einer Luxemburg-Karte; Detektiv Luxemburg, Detektei Luxemburg, Privatdetektiv Trier
Viele Drogendelikte werden in Luxemburg von Ausländern auf der Durchreise begangen.

Jugendkriminalität in Luxemburg | Privatdetektive als Ansprechpartner für besorgte Eltern


Der Anteil der Jugendlichen unter 18 Jahren an der Gesamtkriminalität in Luxemburg beträgt etwa 12 %. Die Hauptursache für diese Jugend-Kriminalität liegt oft in der Phase der Pubertät, die mit dem Prozess der Identitätsfindung einhergeht. Auf dem Weg des Erwachsenwerdens geraten manche Jugendliche auf die schiefe Bahn. Die Gründe dafür sind vielfältig: schlechter Schulabschluss, Verschuldung, soziale Isolierung. Sie suchen in Gruppen ihre Identität durch Abgrenzung von Eltern und Erwachsenen im Allgemeinen. Die Gruppe ist ein Ersatz für familiäre Bindungen und gibt den Kids Rückhalt, den sie von zu Hause oft nicht bekommen.


Viele Teenager haben ähnliche Probleme, Hoffnungen und Ängste, sie widersetzen sich Elternhaus und Schule und werden schlimmstenfalls kriminell. Auch die verantwortungsvollsten Erziehungsberechtigten wissen sich mitunter keinen Rat, und so konsultieren sie Spezialisten. Dazu zählen neben Psychologen, Therapeuten oder auch Suchtkrankenhelfer u.a. die Detektive der Kurtz Detektei Trier und Luxemburg. Unsere Ermittler können durch Recherchen und Observationen auf Tatsachen- und Ursachenforschung im möglicherweise kriminellen Verhalten von Heranwachsenden gehen, um Eltern jene Informationen an die Hand zu geben, die es ihnen ermöglichen, die Notbremse zu ziehen, bevor es zu spät ist.


Gruppendynamik und Gruppenzwang als Negativfaktoren


Oft ist Gruppendynamik für den Einstieg in die Drogenkriminalität verantwortlich. Zuhause fühlen sich die Jugendlichen ungeliebt und in ihrer persönlichen Entfaltung nicht toleriert, in der Gruppe werden sie akzeptiert und unterwerfen sich, wenn auch freiwillig, ebenso Reglements wie in der Familie – nur ist die Wertigkeit der Regeln eine andere. Dieses Dazu-gehören-wollen lässt Jugendliche offenbar nicht darüber nachdenken, dass die im Gruppenzwang begangenen Delikte wie Diebstahl, Raub und Drogenkonsum Straftaten sind. Einmal in der Drogenszene etabliert und von Rauschgift abhängig, ist Beschaffungskriminalität traurige, aber logische Folge. Als Erziehungsberechtigte sollten Sie Ihre Schützlinge nicht sehenden Auges in diesen Abwärtsstrudel geraten lassen. Die Detektive der Kurtz Privatdetektei Luxemburg und Trier helfen: 0651 2094 0060.


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